Allgemein Archive - Goldfield Blog https://www.goldfield.com/blog/allgemein/ Sun, 11 Jan 2026 11:21:33 +0000 de hourly 1 Das leisten Triglyzeride im Körper https://www.goldfield.com/blog/das-leisten-triglyzeride-im-koerper/ Sun, 11 Jan 2026 11:21:32 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1277 Triglyzeride sind die mengenmäßig wichtigste Fettform im menschlichen Körper. Chemisch bestehen sie aus drei Fettsäuren, die an ein Glycerinmolekül gebunden …

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Triglyzeride sind die mengenmäßig wichtigste Fettform im menschlichen Körper. Chemisch bestehen sie aus drei Fettsäuren, die an ein Glycerinmolekül gebunden sind. Der Körper bildet sie aus überschüssiger Energie, vor allem aus Kohlenhydraten und Fetten, die nicht unmittelbar benötigt werden. Gespeichert werden sie überwiegend im Fettgewebe, kleinere Mengen zirkulieren im Blut. Ihre zentrale Aufgabe ist die langfristige Energiebereitstellung. Während Kohlenhydrate nur begrenzt in Form von Glykogen gespeichert werden können, stellen Triglyzeride ein nahezu unbegrenztes Energiereservoir dar. Ein Gramm Fett liefert dabei rund neun Kilokalorien und damit mehr als doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Bei längerer körperlicher Aktivität oder in Ruhe greift der Stoffwechsel bevorzugt auf diese Fettreserven zurück. Gleichzeitig spielen Triglyzeride eine Rolle bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine und beim Schutz innerer Organe.

Die der Triglyzeridwerte Bedeutung für Sportler

Im Blut gemessene Triglyzeridwerte geben Auskunft darüber, wie effizient der Fettstoffwechsel arbeitet und wie gut Energieangebot und Energieverbrauch aufeinander abgestimmt sind. Erhöhte Werte entstehen häufig durch eine dauerhaft hohe Kalorienzufuhr, einen hohen Zucker- oder Alkoholkonsum oder durch Bewegungsmangel. Für Sportler sind moderat niedrige Triglyzeridspiegel in der Regel ein Zeichen für einen gut trainierten Stoffwechsel, da regelmäßige körperliche Aktivität die Fähigkeit verbessert, Fette als Energiequelle zu nutzen. Ausdauertraining senkt nachweislich die Triglyzeridkonzentration im Blut, weil die Muskulatur vermehrt Fettsäuren aufnimmt und oxidiert. Sehr niedrige Werte sind hingegen selten problematisch, solange ausreichend Energie verfügbar ist. Entscheidend ist der Kontext. Ein Sportler mit stabilen Blutfetten, guter Leistungsfähigkeit und ausreichender Regeneration profitiert von einem effizienten Umgang mit Triglyzeriden, während stark erhöhte Werte trotz hoher Trainingsumfänge ein Hinweis auf Ernährungsfehler oder eine unzureichende Regeneration sein können.

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Bei Kohlenhydraten ist Timing wichtiger als die Menge https://www.goldfield.com/blog/bei-kohlenhydraten-ist-timing-wichtiger-als-die-menge/ Fri, 09 Jan 2026 09:57:04 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1274 Auch wenn Kohlenhydraten gerade in den letzten Jahren mit Imageproblemen zu kämpfen haben, erfüllen sie beim Kraft- und Fitnesstraining eine …

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Auch wenn Kohlenhydraten gerade in den letzten Jahren mit Imageproblemen zu kämpfen haben, erfüllen sie beim Kraft- und Fitnesstraining eine sehr wichtige Aufgabe. Sie liefern die Energie für intensive Muskelarbeit. Bei klassischen Aufbaueinheiten mit mehreren Sätzen, moderaten bis hohen Wiederholungszahlen und kurzen Pausen stammt der Großteil der benötigten Energie aus den Kohlenhydratspeichern der Muskulatur, den sogenannten Glykogenspeichern. Diese Speicher funktionieren wie ein interner Tank. Sind sie gut gefüllt, lassen sich Kraft und Spannung über viele Sätze hinweg aufrechterhalten. Sind sie leer oder stark reduziert, fühlt sich das Training schneller zäh an, die Kraft lässt nach und die Qualität der Bewegung leidet. Selbst dann, wenn man sich eigentlich noch motiviert fühlt. Genau deshalb profitieren Kraftsportler, unabhängig vom Trainingsziel, von einer ausreichenden Kohlenhydratzufuhr rund um ihre Trainingstage.

Kohlenhydrate direkt vor dem Training?

Ob Kohlenhydrate kurz vor dem Training oder Wettkampf sinnvoll sind, hängt stark von ihrer Form und vom zeitlichen Abstand zur letzten Mahlzeit ab. Komplexe Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln oder Haferflocken brauchen mehrere Stunden, bis sie verdaut und als Glukose im Muskel ankommen. Sie sind daher ideal, um die Glykogenspeicher im Vorfeld zu füllen, eignen sich aber nicht als kurzfristige Energiequelle direkt vor dem Training. Wer erst 20 oder 30 Minuten vor dem Aufwärmen eine große Mahlzeit isst, wird davon im Training kaum profitieren. Im ungünstigsten Fall liegt das Essen noch schwer im Magen. Schnell verfügbare Kohlenhydrate, z. B. Apfelschorle, eine reife Banane oder flüssige Kohlenhydratgetränke werden deutlich schneller aufgenommen und können sinnvoll sein, wenn die letzte Mahlzeit lange zurückliegt oder eine sehr lange und intensive Einheit ansteht. Ihre Hauptwirkung besteht weniger darin, sofort neue Energie bereitzustellen, sondern darin, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und dem Körper zu signalisieren, dass ausreichend Energie verfügbar ist. Die eigentliche Leistungsgrundlage bleibt jedoch der Zustand der Glykogenspeicher, der bereits längere Zeit im Vorfeld beeinflusst wird.

Der Zustand der Glykogenspeicher entscheidet

Für Wettkämpfe und harte Trainingseinheiten zeigt sich immer wieder, dass nicht der letzte Snack entscheidet, sondern die Ernährung der vorhergehenden Stunden und Tage. Gut gefüllte Glykogenspeicher ermöglichen mehr Wiederholungen, höhere Trainingsumfänge und eine bessere Erholung zwischen den Sätzen. Leere Speicher hingegen führen dazu, dass der Körper schneller auf „Notbetrieb“ umschaltet, was sich in Kraftverlust und frühzeitiger Ermüdung äußert. Aus diesem Grund setzen erfahrene Athleten vor wichtigen Trainingseinheiten oder Wettkämpfen gezielt auf kohlenhydratreiche Mahlzeiten im Vorfeld, anstatt sich auf kurzfristige Lösungen direkt vor dem Start zu verlassen. Kohlenhydrate sind im Krafttraining also eher kein kurzfristiger Booster, sondern ein strategischer Bestandteil der Leistungsplanung.

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Zwei Muskeln, eine Funktion, unterschiedliche Belastung https://www.goldfield.com/blog/zwei-muskeln-eine-funktion-unterschiedliche-belastung/ Sun, 04 Jan 2026 09:03:09 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1269 Die Wadenmuskulatur besteht funktionell im Wesentlichen aus zwei Muskeln, dem zweiköpfigen Musculus gastrocnemius und dem tiefer liegenden Musculus soleus. Beide …

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Die Wadenmuskulatur besteht funktionell im Wesentlichen aus zwei Muskeln, dem zweiköpfigen Musculus gastrocnemius und dem tiefer liegenden Musculus soleus. Beide übernehmen die Plantarflexion im Sprunggelenk, also das Abdrücken des Fußes, unterscheiden sich jedoch deutlich in Anatomie und Arbeitsweise. Der Gastrocnemius überspannt Knie- und Sprunggelenk, der Soleus ausschließlich das Sprunggelenk. Genau daraus ergibt sich, warum sitzendes und stehendes Wadentraining nicht austauschbar sind, sondern unterschiedliche Trainingswirkungen entfalten.
Im stehenden Wadentraining ist das Knie gestreckt. Dadurch befindet sich der Gastrocnemius in einer günstigen Länge-Spannungs-Relation und kann einen Großteil der Kraftarbeit übernehmen. Elektromyographische Untersuchungen zeigen, dass bei gestrecktem Knie die Aktivierung des Gastrocnemius signifikant höher ist als bei gebeugtem Knie. Der Soleus arbeitet dabei mit, steht jedoch nicht im Vordergrund. Das erklärt, warum stehendes Wadentraining besonders für kraftvolle, sichtbare Muskelbäuche im oberen Wadenbereich relevant ist und häufig mit höheren Lasten trainiert werden kann.

Sitzend heißt nicht leichter, sondern spezifischer

Beim sitzenden Wadentraining ist das Knie gebeugt. Dadurch wird der Gastrocnemius verkürzt und kann deutlich weniger Kraft entwickeln. Die mechanische Last verlagert sich zwangsläufig auf den Soleus. Dieser Muskel ist evolutionär auf Dauerarbeit ausgelegt, weist einen hohen Anteil langsamer, ausdauernder Muskelfasern auf und spielt eine zentrale Rolle bei Haltung, Gehen und Laufen. Studien aus der Trainings- und Bewegungswissenschaft zeigen, dass der Soleus besonders gut auf hohe Wiederholungszahlen, lange Spannungszeiten und moderate Lasten reagiert.
Wird ausschließlich stehend trainiert, bleibt dieser Muskel häufig unterreizt, obwohl er einen erheblichen Anteil am Wadenvolumen und an der funktionellen Leistungsfähigkeit des Sprunggelenks hat. Umgekehrt führt ausschließlich sitzendes Wadentraining zwar zu einer besseren Belastung des Soleus, vernachlässigt jedoch den gastrocnemialen Anteil, der für Schnellkraft, Sprungleistung und das klassische Erscheinungsbild der Wade entscheidend ist.
Aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist daher klar, dass sitzendes und stehendes Wadentraining stehen nicht in Konkurrenz stehen, sondern sich ergänzen. Erst die Kombination beider Varianten deckt die funktionelle Anatomie der Wade vollständig ab, sorgt für eine ausgewogene muskuläre Entwicklung und reduziert langfristig auch das Risiko von Überlastungen im Achillessehnen- und Sprunggelenksbereich, wie sie in der Sportmedizin häufig bei einseitiger Belastung beschrieben werden.

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Das stille Winterloch im Körper https://www.goldfield.com/blog/das-stille-winterloch-im-koerper/ Fri, 02 Jan 2026 07:00:00 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1266 Anfang Januar treffen die Trainingsambitionen häufig auf eine besondere körperliche Ausgangslage. Unabhängig vom individuellen Trainingsstand befinden sich viele Sportler in …

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Anfang Januar treffen die Trainingsambitionen häufig auf eine besondere körperliche Ausgangslage. Unabhängig vom individuellen Trainingsstand befinden sich viele Sportler in Mitteleuropa zu dieser Zeit in einem messbaren physiologischen Defizit, das nicht durch Motivation oder Trainingsplanung kompensiert werden kann. Der entscheidende Faktor ist der saisonale Mangel an UV-B-Strahlung, der zwischen Oktober und März eine relevante körpereigene Vitamin-D-Synthese verhindert. Daten aus populationsbasierten Studien des Robert Koch-Instituts sowie sportwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass selbst regelmäßig trainierende Personen im Winter häufig Serumwerte unterhalb des als funktionell sinnvoll angesehenen Bereichs aufweisen. Für Sportler ist das deshalb relevant, weil Vitamin D an deutlich mehr Prozessen beteiligt ist als lange angenommen wurde, darunter die Kalziumregulation, die neuromuskuläre Signalübertragung und entzündungsmodulierende Mechanismen.

Was der Mangel im Training konkret bedeutet

In kontrollierten Studien mit Kraft- und Ausdauersportlern konnte gezeigt werden, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel mit einer reduzierten Muskelfaserrekrutierung, geringerer Maximalkraft und einer verzögerten Regeneration nach intensiven Belastungen einhergehen. Zahlreiche Veröffentlichungen beschreiben zudem einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Status und Infektanfälligkeit, insbesondere im Winterhalbjahr. Praktisch äußert sich das häufig in scheinbar unerklärlicher Leistungsschwankung, längeren Erholungszeiten zwischen den Trainingseinheiten und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für trainingsunterbrechende Atemwegsinfekte. Wichtig ist dabei die Einordnung. Vitamin D wirkt nicht leistungssteigernd im eigentlichen Sinne, sondern stellt eine notwendige Grundlage dar, damit Trainingsreize überhaupt vollständig verarbeitet werden können. Interventionsstudien zeigen, dass eine gezielte Normalisierung bei nachgewiesenem Mangel die muskuläre Funktion und die Immunstabilität verbessern kann, während eine Supplementierung ohne Defizit keinen zusätzlichen Effekt bringt. Genau darin liegt der häufige Denkfehler vieler Sportler im Januar. Nicht das Training ist „zu wenig“, sondern die physiologische Basis ist zeitweise eingeschränkt.

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Warum der Körper jetzt Anlauf braucht https://www.goldfield.com/blog/warum-der-koerper-jetzt-anlauf-braucht/ Sun, 28 Dec 2025 08:36:04 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1263 Der Jahreswechsel steht kurz bevor, und für viele Sportler fühlt sich der Wiedereinstieg schwerer an als erwartet. Das liegt weniger …

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Der Jahreswechsel steht kurz bevor, und für viele Sportler fühlt sich der Wiedereinstieg schwerer an als erwartet. Das liegt weniger an mangelndem Willen als an klar messbaren physiologischen Effekten. Bereits zwei bis drei Wochen reduzierter Trainingsbelastung, wie viele sie gerade hinter sich haben, führen zu einem Abbau der mitochondrialen Enzymaktivität, zu leichten Verlusten der neuromuskulären Koordination und zu einer sinkenden kardiovaskulären Effizienz. Studien zeigen, dass selbst gut trainierte Athleten in dieser Zeit einen Rückgang der VO₂max um mehrere Prozentpunkte verzeichnen können. Der Körper ist also objektiv weniger belastbar, was die wieder intensiver werdenden Einheiten zum Jahresbeginn subjektiv deutlich anstrengender erscheinen lässt.

Motivation folgt der Biologie

Motivation entsteht nicht primär im Kopf, sondern als Reaktion auf körperliche Rückmeldungen. Nach einer Trainingspause reagiert das zentrale Nervensystem sensibler auf Belastungsreize, der Muskeltonus steigt schneller an, und die wahrgenommene Anstrengung nimmt zu. Genau hier setzt die „Motivationsschraube“ an. Wer den Wiedereinstieg so gestaltet, dass erste ernsthafte Trainingseinheiten bewusst unterhalb der früheren Leistungsgrenzen bleiben, erzeugt schneller positive Rückkopplungen. Messbar verbesserte Bewegungsökonomie, ein stabilerer Pulsverlauf und das Gefühl wachsender Kontrolle erhöhen nachweislich die Trainingstreue. Motivation ist damit keine Voraussetzung für Training, sondern ein Resultat sinnvoll gesetzter Reize.

Warum kleine Erfolge jetzt entscheiden

Psychologische Untersuchungen zur Zielbindung zeigen, dass kurzfristig erreichbare Leistungsmarker die Ausschüttung von Dopamin stärker stimulieren als weit entfernte Jahresziele. Gerade nach Phasen reduzierter Aktivität wirken realistische Belastungssteigerungen wie ein biologischer Neustart. Der Körper reagiert in den ersten Trainingswochen besonders adaptiv, was zu schnellen Fortschritten führt, sofern Intensität und Umfang moderat ansteigen. Dieses frühe Fortschrittserleben ist der entscheidende Hebel, um aus dem trägen Jahresanfang eine stabile Trainingsroutine zu entwickeln, ohne mentale Selbstüberforderung oder unnötige Verletzungsrisiken.

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Ist der Verdauungsspaziergang ein Mythos https://www.goldfield.com/blog/ist-der-verdauungsspaziergang-ein-mythos/ Fri, 26 Dec 2025 07:27:40 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1259 Nach Gänsebraten, Klößen, Raclette und Torte fühlt sich der Körper am 2. Weihnachtstag oft träge an. Der klassische Verdauungsspaziergang gilt …

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Nach Gänsebraten, Klößen, Raclette und Torte fühlt sich der Körper am 2. Weihnachtstag oft träge an. Der klassische Verdauungsspaziergang gilt seit Generationen als Gegenmittel gegen Völlegefühl und Müdigkeit. Tatsächlich ist seine Wirkung gut erklärbar und deutlich weniger esoterisch, als manche vermuten. Schon ein lockerer Spaziergang nach dem Essen beeinflusst nachweislich die Verdauungsphysiologie und den Stoffwechsel, und zwar nicht nur bei Gelegenheitssportlern, sondern auch bei gut trainierten Athleten.

Was im Körper wirklich passiert

Nach einer großen Mahlzeit wird ein erheblicher Teil des Blutvolumens in den Magen-Darm-Trakt umverteilt, um die Verdauung zu unterstützen. Bleibt man anschließend lange sitzen oder liegt sogar, kann dies die Magenentleerung verlangsamen und das typische Druck- und Völlegefühl verstärken. Leichte Bewegung aktiviert dagegen die Darmmotilität, also die wellenförmigen Bewegungen des Verdauungstrakts. Studien aus der Gastroenterologie zeigen, dass moderates Gehen die Magenentleerung beschleunigen und Blähungen reduzieren kann, ohne die Verdauung zu „stören“.
Hinzu kommt ein messbarer Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Bereits 10 bis 20 Minuten lockeres Gehen nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit senken die nach dem Essen auftretenden Blutzuckerspitzen. 
Bringt das auch etwas für Sportler?
Für Sportler ist der Verdauungsspaziergang keineswegs überflüssig. Zwar ist ihr Stoffwechsel effizienter und ihre Insulinsensitivität meist besser als bei Untrainierten, doch gerade nach sehr großen, fettreichen Mahlzeiten reagiert auch ein trainierter Körper mit Trägheit. Ein lockerer Spaziergang wirkt hier wie eine aktive Regeneration. Er fördert die Durchblutung, unterstützt die Nährstoffverwertung und kann Muskelsteifheit reduzieren, ohne zusätzliche Trainingsbelastung zu erzeugen.
Wichtig ist die Intensität. Es geht nicht um Training, sondern um Bewegung. Ein Spaziergang im Bereich von etwa 2–4 km/h aktiviert den Stoffwechsel, ohne Stresshormone zu erhöhen oder die Verdauung umzulenken. Leistungsrelevante Nachteile sind nicht zu erwarten, im Gegenteil. Viele Athleten nutzen diese Form der Bewegung gezielt, um nach „Cheat Meals“ oder Feiertagen schneller wieder in ihr normales Körpergefühl zu kommen.
Unterm Strich ist der Verdauungsspaziergang weder Wundermittel noch romantischer Aberglaube. Seine Effekte sind klein, aber klar belegt: bessere Verdauung, stabilerer Blutzucker, subjektiv weniger Völlegefühl. Nach den Weihnachtstagen ist er deshalb eine einfache, niedrigschwellige Maßnahme mit realem Nutzen. Für Nicht-Sportler ebenso wie für ambitionierte Athleten.

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Weniger Stress zu Weihnachten https://www.goldfield.com/blog/weniger-stress-zu-weihnachten/ Sun, 21 Dec 2025 07:36:37 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1256 Wenn Weihnachten näher rückt, steigt für viele Menschen der innere Druck. Termine verdichten sich, Erwartungen wachsen, Routinen brechen weg. Aus …

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Wenn Weihnachten näher rückt, steigt für viele Menschen der innere Druck. Termine verdichten sich, Erwartungen wachsen, Routinen brechen weg. Aus physiologischer Sicht ist das keine Bagatelle. Psychischer Stress aktiviert die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und erhöht die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Diese Stresshormone sind kurzfristig sinnvoll, wirken bei chronischer Belastung jedoch leistungsmindernd, regenerationshemmend und immunbelastend. Gerade in den Tagen vor Weihnachten summieren sich Schlafmangel, Zeitdruck und soziale Verpflichtungen zu einer Daueraktivierung des Stresssystems.

Stress wirkt messbar auf die Leistung

Zahlreiche sportwissenschaftliche und medizinische Studien zeigen, dass dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel die Proteinsynthese hemmen, die Glykogenauffüllung verzögern und Entzündungsprozesse im Körper verstärken. Für Sportler bedeutet das konkret eine schlechtere Trainingsanpassung, längere Regenerationszeiten und ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Auch die Herzfrequenzvariabilität, ein zentraler Marker für das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems, sinkt unter Stress messbar ab. Eine niedrige HRV steht in direktem Zusammenhang mit reduzierter Belastbarkeit und erhöhter Ermüdung. Wer also in der Weihnachtszeit „durchzieht“, zahlt oft mit Leistungsabfall in den folgenden Wochen.
Die Stressreduktion hängt dabei nicht von komplizierten Techniken ab, sondern es reichen schon biologisch wirksame Basics. Regelmäßige Schlafzeiten stabilisieren den zirkadianen Rhythmus und senken nachweislich das Cortisol. Moderate Bewegung, insbesondere Ausdauer im niedrigen Intensitätsbereich, z. B. ein Spaziergang, aktiviert parasympathische Prozesse und wirkt stresspuffernd. Auch bewusste Pausen ohne digitale Reizüberflutung zeigen in Studien eine messbare Senkung der Stresshormonspiegel. Entscheidend ist die Konstanz. Schon kleine, täglich wiederkehrende Entlastungsmomente reichen aus, um das Stressniveau spürbar zu senken.

Darum befeuert ein niedriges Stresslevel Trainingserfolge

Training setzt nur einen Reiz, die Anpassung erfolgt in der Erholung. Dieser Grundsatz gilt unabhängig von Leistungsniveau oder der Sportart. Ist das Stressniveau dauerhaft erhöht, verschiebt sich dieses Gleichgewicht. Der Körper verbleibt im Alarmzustand, Anpassungsprozesse laufen ineffizient oder gar nicht ab. Untersuchungen aus der Trainingsphysiologie zeigen klar, dass Athleten mit niedrigem psychischem Stress bei gleichem Trainingsumfang größere Leistungszuwächse erzielen als stark belastete Vergleichsgruppen. Mentale Entspannung ist damit kein „Nice-to-have“, sondern eine physiologische Voraussetzung für Fortschritt.
Gerade rund um Weihnachten liegt hier eine Chance. Wer bewusst Erwartungen reduziert, Trainingsziele temporär anpasst und dem Körper Erholung zugesteht, schafft optimale Voraussetzungen für einen starken Start ins neue Jahr. Ein niedriges Stresslevel schützt nicht nur vor Infekten und Überlastungen, sondern sorgt dafür, dass Training wieder stärker macht statt auszulaugen.

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So beeinflussen Muskeln Zivilisationserkrankungen https://www.goldfield.com/blog/so-beeinflussen-muskeln-zivilisationserkrankungen/ Fri, 19 Dec 2025 17:30:21 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1253 Muskeltraining galt lange als Domäne des Leistungssports oder des Kraftsports. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich jedoch gezeigt, dass …

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Muskeltraining galt lange als Domäne des Leistungssports oder des Kraftsports. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich jedoch gezeigt, dass eine aktive Muskulatur ein zentrales Regulationsorgan des menschlichen Stoffwechsels ist und damit direkten Einfluss auf viele moderne Zivilisationserkrankungen nimmt. Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden, Osteoporose oder chronische Rückenschmerzen stehen in engem Zusammenhang mit Bewegungsmangel und Muskelabbau, der bereits ab dem dritten Lebensjahrzehnt messbar einsetzt.

Muskulatur als Stoffwechsel- und Hormonorgan

Skelettmuskulatur ist der größte insulinabhängige Glukoseverbraucher des Körpers. Regelmäßiges Muskeltraining erhöht nachweislich die Insulinsensitivität, verbessert die Glukoseaufnahme unabhängig von Insulin und senkt dadurch den Nüchternblutzucker sowie den HbA1c-Wert bei Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes. Diese Effekte sind gut belegt und vergleichbar mit denen moderner Antidiabetika, insbesondere bei gleichzeitiger Reduktion des viszeralen Fetts.
Darüber hinaus wirkt die aktive Muskulatur als endokrines Organ. Beim Training werden sogenannte Myokine freigesetzt, darunter IL-6 in antiinflammatorischer Funktion, Irisin oder Myostatin-regulierende Faktoren. Diese Botenstoffe beeinflussen systemische Entzündungsprozesse, den Fettstoffwechsel und sogar neuronale Funktionen. Chronische, niedriggradige Entzündungen gelten heute als zentraler Treiber vieler Zivilisationserkrankungen, etwa einer Arteriosklerose, des metabolischen Syndroms oder auch bestimmten Krebsarten. Muskeltraining kann auch hierbei eine nennenswerte Rolle spielen.

Herz, Knochen und Gehirn profitieren 

Auch für das Herz-Kreislauf-System ist Muskeltraining relevant. Entgegen früheren Annahmen erhöht moderates bis intensives Krafttraining weder dauerhaft den Blutdruck noch belastet es das Herz, sondern senkt langfristig systolische und diastolische Werte. Gleichzeitig verbessert es die Gefäßfunktion und reduziert kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Dyslipidämien.
Mit Blick auf den Bewegungsapparat ist der Nutzen noch direkter. Mechanische Belastung durch Muskelarbeit stimuliert den Knochenstoffwechsel und wirkt dem altersbedingten Knochendichteverlust entgegen. Krafttraining gilt daher als eine der wirksamsten nichtmedikamentösen Maßnahmen zur Prävention und Therapie der Osteoporose, wie Leitlinien der WHO  bestätigen.
Zunehmend rückt sogar das Gehirn in den Fokus. So soll Muskeltraining kognitive Abbauprozesse verlangsamen und das Risiko für Demenz senken. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus verbesserter Durchblutung, myokinvermittelter neuroprotektiver Effekte und reduzierter systemischer Entzündungen.

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So können auch Sportler den Advent genießen https://www.goldfield.com/blog/so-koennen-auch-sportler-den-advent-geniessen/ Sun, 14 Dec 2025 12:39:40 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1249 Die Adventszeit ist für die meisten Menschen eine kulinarische Ausnahmephase. Plätzchen, Glühwein, Weihnachtsfeiern im Verein oder Betrieb. Für sportlich aktive …

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Die Adventszeit ist für die meisten Menschen eine kulinarische Ausnahmephase. Plätzchen, Glühwein, Weihnachtsfeiern im Verein oder Betrieb. Für sportlich aktive Menschen entsteht dabei oft ein unnötiger Konflikt zwischen Leistungsanspruch und sozialem Miteinander. Tatsächlich zeigen Untersuchungen klar, dass kurzfristige Abweichungen vom gewohnten Ernährungs- und Trainingsplan keine messbaren negativen Effekte auf die Leistungsfähigkeit oder Körperzusammensetzung haben, solange die Gesamtbilanz über Wochen stabil bleibt. Entscheidend ist nicht der einzelne Abend, sondern die Struktur der restlichen Zeit.

Moderater Genuss statt totalen Verzichtes 

Der menschliche Stoffwechsel reagiert träge. Eine erhöhte Kalorienzufuhr an einzelnen Tagen wird nicht automatisch in Fettmasse umgewandelt, solange Training, Alltagsbewegung und Eiweißzufuhr insgesamt ausreichend bleiben. Studien zur Energiebilanz zeigen, dass selbst mehrere Tage mit moderatem Kalorienüberschuss kaum Auswirkungen haben, wenn sie in normale Trainingsroutinen und eine ausgewogene Ernährung davor und danach eingebettet sind. Sportler können hier sogar doppelt profitieren. Intensive Trainingseinheiten erhöhen die Insulinsensitivität der Muskulatur, wodurch Kohlenhydrate bevorzugt in die Muskeln und nicht in die Fettdepots eingelagert werden. Ein Stück Stollen nach dem Training oder ein Glas Glühwein am Abend stellen physiologisch kein Problem dar.

Soziale Kompetenz entscheidet

Psychologische Studien zur langfristigen Trainingsadhärenz belegen, dass soziale Integration ein zentraler Erfolgsfaktor ist. Wer bei jeder Einladung verzichtet oder Essen moralisch bewertet, erhöht nicht die sportliche Leistungsfähigkeit, sondern das Risiko für Stress und Kontrollverlust. Ein bewusst gewähltes Mitessen signalisiert soziale Zugehörigkeit und reduziert inneren Druck. Gleichzeitig bleibt sportlicher Fortschritt erhalten, wenn Trainingsfrequenz, Schlaf und Proteinzufuhr stabil bleiben. Leistungseinbußen entstehen nicht durch Lebkuchen, sondern durch Schlafmangel, Bewegungsarmut und chronischen Stress. Alles Faktoren, die sich in der Adventszeit gezielt steuern lassen.
Sportler kommen also nicht trotz, sondern mit Genuss gut durch den Advent. Wer Training als Fixpunkt beibehält, Mahlzeiten nicht dramatisiert und Feiern als sozialen Ausgleich versteht, startet meist sogar mental erholt ins neue Jahr. Das ist kein Lifestyle-Tipp, sondern gut belegte Trainings- und Ernährungsphysiologie.

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Jürgen Grubmüller blickt auf erfolgreiches Jahr https://www.goldfield.com/blog/juergen-grubmueller-blickt-auf-erfolgreiches-jahr/ Fri, 12 Dec 2025 09:15:17 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1245 Jürgen Grubmüller, langjähriges Mitglied des GOLDFIELD Winning-Teams, hat sich selbst ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht. Bei der oberösterreichischen Landesmeisterschaft im Gewichtheben …

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Jürgen Grubmüller, langjähriges Mitglied des GOLDFIELD Winning-Teams, hat sich selbst ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht. Bei der oberösterreichischen Landesmeisterschaft im Gewichtheben in Linz feierte er ein starkes Comeback im Einzelbewerb der allgemeinen Klasse, und das nach vier Jahren Pause.

Vorweihnachtliches Geschenk

Erstmals trat er in der neuen Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm an. Mit 92 Kilogramm im Reißen und 116 Kilogramm im Stoßen, ein Versuch über 120 Kilogramm wurde vom Schiedsgericht mit 2:1 Stimmen abgelehnt, erreichte er beeindruckende 287,85 Sinclair-Punkte. Diese Leistung brachte ihm nicht nur den ersten Platz, sondern auch den Landesmeistertitel 2025. Darüber hinaus sicherte er sich in der Masters-Klasse AK 2 zusätzlich die Goldmedaille.
„Ein vorweihnachtliches Geschenk bescherte ich mir bei der diesjährigen oberösterreichischen Landesmeisterschaft in Linz!“, kommentierte Jürgen Grubmüller seinen Triumph mit sichtbarer Freude.
Auch insgesamt kann sich seine sportliche Jahresbilanz 2025 sehen lassen. Neben der Teilnahme am Wilhelmsburger Stadtlauf war er beim Staffel-Triathlon für die Schwimmdisziplin verantwortlich und holte gemeinsam mit seinem Team den dritten Platz. In der Mannschaftswertung im Gewichtheben belegte er mit seinem Team sowohl in der Landesliga als auch in der Regionalliga den zweiten Platz.
Jürgen Grubmüller bleibt damit ein herausragendes Beispiel für Kontinuität, Vielseitigkeit und sportlichen Ehrgeiz. Werte, die das GOLDFIELD Winning-Team seit jeher prägen.

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