Allgemein Archive - Goldfield Blog https://www.goldfield.com/blog/allgemein/ Fri, 29 May 2026 09:22:29 +0000 de hourly 1 Die Genetik als Vorteil https://www.goldfield.com/blog/die-genetik-als-vorteil/ Fri, 29 May 2026 09:21:42 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1420 Nicht jeder Körper ist für jede Sportart gleich gut gebaut. Das klingt zunächst hart, ist aber biomechanisch gut erklärbar. Körpergröße, …

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Nicht jeder Körper ist für jede Sportart gleich gut gebaut. Das klingt zunächst hart, ist aber biomechanisch gut erklärbar. Körpergröße, Hebelverhältnisse, Bein- und Armlänge, Rumpflänge, Schulterbreite, Hand- und Fußgröße, Gelenkbeweglichkeit, Sehnensteifigkeit und Muskelansatzpunkte beeinflussen, wie effizient ein Mensch Kraft erzeugen, übertragen oder abbremsen kann. Diese Voraussetzungen entscheiden nicht allein darüber, ob jemand gut wird. Sie können aber bestimmen, wie groß der natürliche Spielraum nach oben ist.

Der Hebel als Leistungsfaktor

In vielen Sportarten wirken Körperproportionen wie ein eingebauter mechanischer Vorteil. Lange Arme und Beine können im Rudern helfen, weil pro Zug ein längerer Arbeitsweg entsteht und mehr Wasserstrecke pro Bewegung genutzt werden kann. Im Schwimmen begünstigen lange Arme, große Hände, große Füße und ein günstiges Verhältnis von Körperlänge zu Körpermasse die Fortbewegung im Wasser. Im Basketball ist Körpergröße offensichtlich hilfreich, weil Korbnähe, Reichweite und Verteidigungsfläche direkt davon profitieren.
In anderen Sportarten sind andere Körpermerkmale günstiger. Turner profitieren häufig von einem eher kompakten Körperbau, weil kürzere Hebel Rotationen erleichtern und die Kontrolle über den eigenen Körperschwerpunkt verbessert wird. Gewichtheber benötigen neben Kraft und Technik günstige Hebelverhältnisse, etwa eine passende Relation von Oberkörper-, Arm- und Beinlänge, damit die Hantel effizient vom Boden bis über den Kopf bewegt werden kann. Bei Sprint, Sprung und Wurf spielen wiederum Beinlänge, Sehnensteifigkeit, Muskelarchitektur und die Fähigkeit zur schnellen Kraftentwicklung eine große Rolle.
Biomechanik bedeutet dabei nicht, dass ein einzelnes Körpermerkmal automatisch Erfolg erzeugt. Ein großer Mensch ist nicht automatisch ein guter Ruderer, ein kleiner Mensch nicht automatisch ein guter Turner und lange Beine machen niemanden automatisch schnell. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Körperbau, Kraft, Technik, Beweglichkeit, Koordination, Belastbarkeit, Training, Ernährung, Regeneration und mentaler Stabilität.

Vorteil oder Voraussetzung?

Auf Freizeit- und Amateurebene sind biomechanische Voraussetzungen meist nur einer von vielen Faktoren. Technik, Trainingseifer und Erfahrung können dort sehr viel ausgleichen. Wer ungünstigere Hebel hat, kann trotzdem besser sein als jemand mit idealem Körperbau, wenn er technisch sauberer arbeitet, konsequenter trainiert oder sich besser belastet.
Im Hochleistungssport verschiebt sich das Bild. Je höher das Leistungsniveau, desto kleiner werden die Unterschiede zwischen den Athleten bei Training, Technik und Betreuung. Genau dann gewinnen angeborene oder früh entwickelte körperliche Voraussetzungen stärker an Bedeutung. Auf Weltklasse-Niveau reicht es selten, nur fleißig, talentiert oder technisch gut zu sein. Dort treffen viele Menschen aufeinander, die nahezu optimal trainieren. Wer dann zusätzlich einen für die Sportart besonders günstigen Körperbau mitbringt, hat einen realen Wettbewerbsvorteil.
In Sportarten mit klaren mechanischen Anforderungen, etwa Rudern, Schwimmen, Basketball, Turnen, Gewichtheben oder Sprint, können die biomechanischen Voraussetzungen sehr stark selektieren. In Sportarten mit größerem taktischem, technischem oder spielerischem Anteil können sie ebenfalls helfen, werden aber stärker durch Wahrnehmung, Entscheidungsgeschwindigkeit, Spielverständnis und motorisches Lernen ergänzt.

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Schwer ist nicht automatisch belastender https://www.goldfield.com/blog/schwer-ist-nicht-automatisch-belastender/ Sun, 24 May 2026 08:04:43 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1416 Wer im Krafttraining über Gelenkbelastung spricht, denkt meist zuerst an das Gewicht auf der Hantel. Das ist naheliegend, aber biomechanisch …

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Wer im Krafttraining über Gelenkbelastung spricht, denkt meist zuerst an das Gewicht auf der Hantel. Das ist naheliegend, aber biomechanisch unvollständig. Entscheidend ist nicht allein, wie schwer eine Last ist, sondern welches Drehmoment im Gelenk entsteht, wie schnell die Bewegung ausgeführt wird, wie sauber die Technik bleibt, wie groß der Bewegungsradius ist, wie stark gebremst werden muss und wie viel Ermüdung sich über Satz und Trainingseinheit aufbaut.

Langsamere Bewegungen können das Gewicht entschärfen

Ein höheres Gewicht erhöht grundsätzlich die äußere Last. Bei einer Kniebeuge, beim Bankdrücken oder beim Kreuzheben bedeutet dies, dass die Muskeln, Sehnen, Bänder, Knorpel und Knochen größere Kräfte aufnehmen und übertragen müssen. Trotzdem folgt daraus nicht automatisch, dass schwere Gewichte „gefährlicher“ für die beteiligten Gelenke sind. Gelenke sind keine passiven Scharniere, die nur unter Gewicht leiden. Sie sind lebendes Gewebe, das sich an mechanische Belastung anpassen kann. Gerade progressives Krafttraining kann Knochen, Sehnen und Muskulatur stärken und dadurch langfristig auch gelenkschützend wirken. 
 Hohe Gewichte werden in der Regel langsamer bewegt, weil die Kraft-Geschwindigkeits-Beziehung des Muskels keine beliebig schnelle Beschleunigung schwerer Lasten zulässt. Das kann ein Vorteil sein. Eine kontrollierte Ausführung reduziert ruckartige Beschleunigungen, abrupte Bremskräfte und technische Ausweichbewegungen. Für das Gelenk zählt nämlich nicht nur die Last, sondern auch, wie diese Last bewegt wird. Eine leichtere Hantel, die explosiv, unsauber oder mit starkem Abfedern bewegt wird, kann kurzfristig hohe Spitzenkräfte erzeugen. Eine schwere Hantel, die ruhig, stabil und über eine beherrschte Bewegungsbahn geführt wird, kann trotz höherer Last berechenbarer auf Gelenke und Bindegewebe wirken.
Ganz „ausgleichen“ lässt die langsamere Bewegung das höhere Gewicht aber nicht. Mehr Last bedeutet meist auch höhere Muskelkräfte, und Muskelkräfte erzeugen Kompressions- und Scherkräfte im Gelenk. Beim Knie etwa entsteht die Gelenkbelastung nicht nur durch die Hantel, sondern vor allem durch die Zugkraft der Oberschenkelmuskulatur, die das Knie streckt und stabilisiert. Ähnliches gilt für Schulter, Hüfte und Wirbelsäule. Je höher die notwendige Muskelkraft, desto höher können auch die inneren Gelenkkräfte sein. Bewegungstempo verändert also die Art der Belastung, hebt die Wirkung der Last aber nicht einfach auf.
Die Forschung zum Bewegungstempo zeigt, dass Tempo, exzentrische und konzentrische Phase sowie Zeit unter Spannung wichtige Trainingsvariablen sind, ihre Wirkung aber nicht isoliert betrachtet werden kann. Sehr langsame Wiederholungen senken oft die bewegte Last und die Leistung, erhöhen aber die Dauer der Spannung. Schnellere Wiederholungen können höhere Beschleunigungen und Leistungsspitzen erzeugen. 

Das eigentliche Risiko liegt oft nicht beim Gewicht, sondern im Kontrollverlust

Für interessierte Laien ist die wichtigste Unterscheidung: Gelenkbelastung ist nicht gleich Gelenkschädigung. Belastung ist notwendig, damit Gewebe stärker wird. Problematisch wird es, wenn die Belastung die aktuelle Belastbarkeit übersteigt. Das passiert nicht nur bei Maximalgewichten, sondern auch bei zu hohem Volumen, zu kurzen Pausen, schlechter Technik, instabilen Endpositionen, Schmerzignoranz oder sprunghafter Steigerung. Ein Satz mit moderatem Gewicht kann für Gelenke ungünstiger sein als ein schwerer Satz, wenn er stark ermüdet, technisch zerfällt oder bis weit über die saubere Bewegungskontrolle hinaus erzwungen wird.
Schwere Gewichte sind deshalb nicht per se das Problem. Sie stellen aber höhere Anforderungen an Vorbereitung, Technik, Körperspannung und Belastungssteuerung. Wer schwer trainiert, braucht eine saubere Progression, genügend Erholung und eine Bewegungsausführung, bei der das Gelenk nicht ständig in ungünstige Positionen gezwungen wird. Besonders riskant sind Kombinationen aus hoher Last, hoher Geschwindigkeit, schlechter Kontrolle und Ermüdung. Umgekehrt kann schweres, langsames und technisch stabiles Training für gesunde Sportler sehr gut tolerierbar sein.
Auch leichte Gewichte sind nicht automatisch gelenkschonend. Viele Wiederholungen erhöhen die kumulierte Belastung, also die Summe aller mechanischen Reize über die Zeit. Bei Übungen mit hoher Wiederholungszahl kann Ermüdung die Technik verändern, wodurch Gelenke ungünstiger belastet werden. Leichtes Training mit explosiver Ausführung kann außerdem hohe Beschleunigungskräfte erzeugen. 
Am Ende zählt also vor allem die Qualität der Bewegungskontrolle und weniger das bewegte Gewicht.

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Erhaltungstraining mit Plan https://www.goldfield.com/blog/erhaltungstraining-mit-plan/ Fri, 22 May 2026 11:20:52 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1413 Erhaltungstraining ist kein abgespecktes „richtiges Training“, sondern eine bewusst reduzierte Phase mit dem klarem Ziel die vorhandene Leistungsfähigkeit möglichst stabil …

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Erhaltungstraining ist kein abgespecktes „richtiges Training“, sondern eine bewusst reduzierte Phase mit dem klarem Ziel die vorhandene Leistungsfähigkeit möglichst stabil halten, während Zeit, Belastbarkeit oder Rahmenbedingungen begrenzt sind. Typische Situationen sind Urlaub, hohe berufliche Belastung, Krankheitspausen oder die Phase nach einer Verletzung. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viel zu retten, sondern den Trainingsreiz so zu dosieren, dass der Körper nicht weiter abbaut, aber auch nicht erneut überlastet wird.

Weniger Umfang, aber nicht beliebig

Sportliche Leistungsfähigkeit geht nicht sofort verloren, wenn man vorübergehend weniger trainiert. Forschung zum sogenannten Detraining zeigt, dass Kraftleistungen bei vielen Menschen über mehrere Wochen relativ stabil bleiben können, während sportartspezifische Schnellkraft, Ausdaueranpassungen und hochspezialisierte Fähigkeiten empfindlicher reagieren. Besonders gut lässt sich Leistung erhalten, wenn die Intensität nicht komplett verschwindet, sondern der Trainingsumfang reduziert wird. Untersuchungen zeigen, dass Ausdauerleistung in allgemeinen Populationen über mehrere Wochen erhalten werden kann, wenn Frequenz oder Umfang deutlich sinken, die Belastungsintensität aber erhalten bleibt. Für Krafttraining gilt ähnliches. Nicht jede Einheit muss lang sein, aber der Muskel braucht weiterhin einen ausreichend klaren Reiz. 
Planvoll bedeutet deshalb, dass zuerst entschieden wird, was erhalten werden soll. Bei einem Läufer ist das vor allem die Grundlagenausdauer, Laufökonomie und Belastungsverträglichkeit. Bei einem Kraftsportler sind es Kraftniveau, Bewegungsqualität und Muskelmasse. Bei Spielsportlern kommt zusätzlich die Fähigkeit hinzu, Richtungswechsel, Beschleunigungen und sportartspezifische Bewegungen sicher auszuführen. Wer im Urlaub nur „irgendwas“ macht, trainiert häufig zu viel von dem, was gerade verfügbar ist, und zu wenig von dem, was wirklich erhalten werden muss.
Ein praktikabler Ansatz ist, die gewohnte Trainingsstruktur stark zu vereinfachen. Statt vier oder fünf Einheiten pro Woche reichen vorübergehend oft zwei gut gesetzte Einheiten, sofern sie die wichtigsten Bewegungsmuster oder Ausdauerreize enthalten. Im Krafttraining bedeutet das z. B. drücken, ziehen, beugen, strecken, Rumpf stabilisieren. Im Ausdauertraining eine ruhige Einheit zur Aufrechterhaltung der Basis und eine kürzere, intensivere Belastung, falls der Gesundheitszustand das zulässt. Entscheidend ist, dass die Einheiten nicht maximal ermüden. Erhaltungstraining soll die Rückkehr ins normale Training vorbereiten, nicht eine neue Erschöpfungsschuld aufbauen.

Nach Verletzungen zählt Belastbarkeit vor Ehrgeiz

Nach einer Verletzung ist Erhaltungstraining kein Test des Willens, sondern ein Belastungsmanagement. Die Rückkehr in den Sport gilt in der Fachliteratur als mehrstufige Risikoentscheidung, bei der körperliche Funktion, sportartspezifische Anforderungen, Schmerzreaktion, psychologische Bereitschaft und medizinische Einschätzung zusammengehören. 
Der häufigste Fehler besteht darin, nur nach Schmerz zu entscheiden. Schmerzfreiheit in Ruhe bedeutet nicht automatisch Belastbarkeit unter Tempo, Ermüdung, Richtungswechseln oder Gegnerdruck. Sinnvoller ist eine schrittweise Steigerung. Zuerst der Bewegungsumfang und die kontrollierte Kraft, dann stabilere Alltagsbelastungen und anschließend sportnahe Bewegungen. Erst späte rfolgen dann Intensität, Tempo und Komplexität. 
Im Urlaub oder nach einer Verletzung sollte man außerdem nicht versuchen, verlorene Einheiten „nachzuholen“. Training wirkt nicht wie ein Konto, auf das man versäumte Belastung einfach nachträglich einzahlt. Wer nach einer Pause sofort Umfang und Intensität kombiniert, erhöht das Risiko für Überlastungsreaktionen. Besser ist ein Wiedereinstieg mit reduzierter Gesamtmenge und klarer Beobachtung: Wie reagiert der Körper während der Einheit, am Abend danach und am nächsten Morgen? Bleiben Schmerzen, Schwellung, ungewöhnliche Steifigkeit oder starke Müdigkeit aus, kann die Belastung schrittweise erhöht werden. Treten Warnsignale auf, war nicht der Wille zu schwach, sondern der Reiz zu hoch.
Gutes Erhaltungstraining fühlt sich deshalb oft unspektakulär an. Es erhält Rhythmus, Technik, Gewebeverträglichkeit und Selbstvertrauen. Es verhindert, dass aus einer geplanten Reduktion ein kompletter Bruch wird. Wer akzeptiert, dass diese Phase nicht dem Leistungsaufbau dient, trainiert meist erfolgreicher. 

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Angemessene Belastungssteigerung https://www.goldfield.com/blog/angemessene-belastungssteigerung/ Sun, 17 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1409 Wer im Sport besser werden will, muss seinen Körper fordern. Das Prinzip dahinter ist einfach, Muskeln, Herz-Kreislauf-System, Sehnen, Knochen und …

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Wer im Sport besser werden will, muss seinen Körper fordern. Das Prinzip dahinter ist einfach, Muskeln, Herz-Kreislauf-System, Sehnen, Knochen und Nervensystem passen sich nur dann an, wenn sie regelmäßig Reize bekommen, die etwas über dem bisherigen Gewohnten liegen. Genau deshalb werden Gewichte, Wiederholungen, Laufgeschwindigkeit, Trainingsumfang oder technische Anforderungen im Laufe der Zeit erhöht. Diese planvolle Belastungssteigerung nennt man progressive Belastung oder progressive Überlastung. Sie ist eine der wichtigsten Grundlagen im Trainingsprozess.

Fortschritt entsteht nicht im Training allein

Gleichzeitig liegt genau hier der häufigste Denkfehler. Viele glauben, Fortschritt bedeute, jede Woche mehr Gewicht aufzulegen, schneller zu laufen oder länger zu trainieren. Das funktioniert am Anfang oft tatsächlich, weil der Körper eines Einsteigers auf fast jeden Trainingsreiz reagiert. Nach einigen Wochen oder Monaten wird diese lineare Steigerung jedoch unrealistisch. Der Körper ist kein Motor, bei dem man einfach dauerhaft mehr Leistung abrufen kann. Er ist ein biologisches System, das Reize verarbeitet, Gewebe umbaut, Energiereserven auffüllt und Erholung benötigt. Wird die Belastung schneller gesteigert, als diese Anpassung stattfinden kann, entsteht kein besseres Training, sondern ein wachsendes Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit.
Training setzt den Reiz, aber die eigentliche Anpassung findet in der Erholung statt. Nach einer belastenden Einheit sind Muskelfasern, Energiespeicher, Bindegewebe und das zentrale Nervensystem zunächst ermüdet. Erst wenn der Körper ausreichend Zeit, Schlaf und Nährstoffe bekommt, kann er sich anpassen und seine Leistungsfähigkeit leicht über das vorherige Niveau anheben. Dieses Prinzip wird oft als Superkompensation beschrieben. Es erklärt, warum mehr Training nicht automatisch mehr Fortschritt bedeutet.
Eine planvolle Belastungssteigerung berücksichtigt deshalb nicht nur, wie hart trainiert wird, sondern auch, wie gut der Körper die bisherigen Reize verarbeitet. Sinnvoll ist es, immer nur eine Stellschraube deutlich zu verändern: entweder mehr Gewicht, mehr Wiederholungen, mehr Sätze, mehr Tempo, mehr Strecke, kürzere Pausen oder höhere technische Komplexität. Werden mehrere Faktoren gleichzeitig erhöht, steigt die Gesamtbelastung oft viel stärker, als es auf dem Papier aussieht. Wer beispielsweise beim Laufen gleichzeitig häufiger trainiert, die Strecke verlängert und das Tempo anzieht, erhöht nicht dreimal ein bisschen, sondern baut eine erhebliche Mehrbelastung auf. Besonders Sehnen, Bänder und Gelenke passen sich langsamer an als Muskeln und das Herz-Kreislauf-System. Man fühlt sich dann vielleicht leistungsfähig, während das Gewebe strukturell noch nicht bereit ist.

Pausen sind Teil des Plans 

Im Krafttraining ist eine kluge Steigerung meist daran erkennbar, dass Technik und Bewegungskontrolle stabil bleiben. Ein höheres Gewicht ist kein Fortschritt, wenn die Ausführung schlechter wird, die Zielmuskulatur nicht mehr sauber arbeitet oder Ausweichbewegungen entstehen. Bei Ausdauersportarten gilt Ähnliches. Ein schnelleres Tempo ist nur dann sinnvoll, wenn Atmung, Lauftechnik und Regenerationsfähigkeit nicht dauerhaft entgleisen. Belastung muss also nicht nur erhöht, sondern auch vertragen werden.
Eine gute Trainingsplanung verläuft in Wellen. Phasen mit steigender Belastung wechseln sich mit leichteren Wochen oder bewusst reduzierten Einheiten ab. Diese Entlastungsphasen sind kein Rückschritt, sondern ein notwendiger Bestandteil langfristiger Leistungsentwicklung. Sie geben dem Körper die Möglichkeit, angesammelte Ermüdung abzubauen und die vorherigen Trainingsreize wirksam umzusetzen. Viele Sportler scheitern nicht daran, dass sie zu wenig Ehrgeiz haben, sondern daran, dass sie jede Einheit wie einen Test behandeln. Training ist jedoch kein ständiger Leistungsnachweis, sondern ein geplanter Aufbauprozess.
Mehr Leistung zeigt sich nicht nur durch mehr Gewicht oder ein höheres Tempo. Auch eine sauberere Technik, ein kontrollierterer Bewegungsablauf, eine bessere Körperspannung, kürzere Erholungszeit nach Belastung, stabilere Leistung über mehrere Einheiten oder ein geringeres subjektives Belastungsgefühl bei gleicher Aufgabe sind echte Anpassungen. Wer diese Zeichen erkennt, trainiert meist langfristig erfolgreicher als jemand, der nur auf Zahlen achtet.
Planvoll vorzugehen, bedeutet daher, Belastung langsam, nachvollziehbar und überprüfbar zu steigern. Sinnvoll ist ein Trainingsprotokoll, in dem Gewichte, Wiederholungen, Laufzeiten, Strecken, Pausen, Schlafqualität und das persönliche Belastungsempfinden festgehalten werden. So wird sichtbar, ob der Körper Fortschritte macht oder ob Warnzeichen auftreten. Anhaltende Müdigkeit, schlechter Schlaf, ungewöhnlich hoher Muskelkater, sinkende Leistung, gereizte Stimmung, dauerhafte Schmerzen oder fehlende Motivation können Hinweise darauf sein, dass die Belastung aktuell zu hoch ist.

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Relaunch unseres Erfolgsproduktes Red Devil https://www.goldfield.com/blog/relaunch-unseres-erfolgsproduktes-red-devil/ Thu, 14 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1405 Mit starkem Mai-Angebot Anzeige Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht Red Devil bei Goldfield für kompromisslose Qualität, konsequente Weiterentwicklung und …

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Mit starkem Mai-Angebot

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Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht Red Devil bei Goldfield für kompromisslose Qualität, konsequente Weiterentwicklung und ein Produktkonzept, das sich an den Bedürfnissen sportlich aktiver Menschen orientiert. Jetzt ist unser Klassiker in überarbeiteter Form erhältlich. Wir freuen uns sehr, euch das Ergebnis präsentieren zu können.

Optimierung statt Veränderung

Bei der aktuellen Weiterentwicklung ging es uns nicht darum, Bewährtes einfach neu zu verpacken. Unser Anspruch war es, ein Erfolgsprodukt, das seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Sortiments ist, mit Blick auf Qualität, Zusammensetzung, Präsentation und Kundennutzen sorgfältig zu prüfen und gezielt weiterzuentwickeln.
Gerade bei Produkten, die über viele Jahre hinweg geschätzt werden, liegt die eigentliche Herausforderung darin, den vertrauten Charakter zu bewahren und zugleich dort Verbesserungen umzusetzen, wo sie sinnvoll sind.
Das neue Red Devil Power-Booster Sport verbindet Erfahrung, Qualitätsbewusstsein und konsequente Produktpflege. Die neue Präsentation auf unserer Webseite zeigt klar, wofür Red Devil seit jeher steht, nämlich für sportliche Motivation, bewusste Produktwahl und einen aktiven Lebensstil im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sowie eines verantwortungsvollen Umgangs mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Den Kundennutzen immer im Blick

Besonders stolz sind wir auf unsere Entwicklungsabteilung und das Ergebnis ihrer Arbeit. Jede Überarbeitung eines etablierten Produktes verlangt Sorgfalt, Erfahrung und ein gutes Gespür dafür, welche Anpassungen sinnvoll sind. Genau daran haben wir angesetzt.
Das Ziel war eine weitere Qualitätsverbesserung, ohne den Charakter des Produktes zu verwässern. Red Devil bleibt Red Devil, nur in einer aktualisierten Form, die unserem wachsenden Anspruch an Qualität, Präsentation und Kundennutzen entspricht.
Zum Relaunch wartet den ganzen Mai ein besonderes Angebot auf euch:

Beim Kauf von Red Devil gilt den ganzen Monat über: 1+1 gratis!
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Dieses Mai-Angebot ist unser Dankeschön an alle, die Red Devil seit Jahren begleiten, und zugleich eine Einladung an alle, die das Produkt jetzt neu entdecken möchten. Wer sich für Goldfield entscheidet, entscheidet sich nicht für kurzfristige Trends, sondern für Produkte, die mit Erfahrung, Sorgfalt und Leidenschaft entwickelt werden.

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Bunte Salate für Sportler https://www.goldfield.com/blog/bunte-salate-fuer-sportler/ Sun, 10 May 2026 05:52:33 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1401 Bei Proteinen ist das Prinzip bekannt, verschiedene Lebensmittel können sich zu einer höheren biologischen Wertigkeit ergänzen, weil ihre Aminosäuremuster unterschiedlich …

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Bei Proteinen ist das Prinzip bekannt, verschiedene Lebensmittel können sich zu einer höheren biologischen Wertigkeit ergänzen, weil ihre Aminosäuremuster unterschiedlich sind. Bei Salaten funktioniert es nicht nach exakt demselben Muster, aber der Grundgedanke ist ähnlich. Wer mehrere Gemüse-, Blatt-, Kräuter-, Samen- oder Fettquellen kombiniert, bekommt nicht einfach „mehr von allem“, sondern ein breiteres Spektrum an Nährstoffen und bioaktiven Pflanzenstoffen. Ein Salat aus grünem Blattgemüse, Paprika, Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Hülsenfrüchten, Kernen und einem ölhaltigen Dressing liefert andere physiologische Reize als eine Schüssel Eisbergsalat mit Essig.

Vielfalt punktet

Der wichtigste Punkt ist die Vielfalt der Mikronährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe. Grünes Blattgemüse liefert unter anderem Folat, Vitamin K, Magnesium und je nach Sorte auch Nitrat. Rote, orange und gelbe Gemüse bringen Carotinoide wie Beta-Carotin, Lutein oder Lycopin mit. Kräuter, Zwiebeln, Rucola oder Radicchio ergänzen Polyphenole, Senfölglycoside oder Bitterstoffe. Diese Stoffe ersetzen keine ausreichende Energie- und Proteinzufuhr, sind aber für Sportler relevant, weil Training immer auch mit oxidativem Stress, Entzündungsreaktionen, Gewebeumbau und erhöhtem Bedarf an Regeneration verbunden ist. Pflanzenbetonte Ernährung liefert hier Bausteine, die nicht direkt „mehr Muskeln“ machen, aber die Qualität der Gesamternährung verbessern. 

Entscheidend ist nicht nur was drin ist, sondern was aufgenommen wird

Besonders spannend wird es bei der Bioverfügbarkeit. Viele wertvolle Pflanzenstoffe liegen nicht automatisch in einer Form vor, die der Körper optimal aufnehmen kann. Fettlösliche Carotinoide aus Tomaten, Karotten, Paprika oder grünem Blattgemüse werden besser aufgenommen, wenn der Salat nicht fettfrei gegessen wird. Auch ganze Eier können die Aufnahme von Carotinoiden aus einem gemischten Rohkostsalat erhöhen, weil das Eigelb Fett liefert und die Aufnahme fettlöslicher Pflanzenstoffe unterstützt. Ein Dressing mit Olivenöl, ein paar Nüsse, Kerne, Avocado oder Ei machen einen Salat nicht nur geschmacklich runder, sondern können auch die Aufnahme bestimmter Inhaltsstoffe verbessern.
Ein zweites Beispiel ist Eisen. Pflanzliches Eisen aus Spinat, Hülsenfrüchten, Kernen oder Vollkornbeilagen liegt als Nicht-Häm-Eisen vor und wird schlechter aufgenommen als Eisen aus tierischen Quellen. Vitamin C kann diese Aufnahme verbessern. Deshalb ist die Kombination aus eisenhaltigen pflanzlichen Zutaten und Vitamin-C-reichen Komponenten wie Paprika, Zitronensaft, Petersilie, Tomaten oder Beeren ernährungsphysiologisch sinnvoll. Ein Salat mit Linsen, Paprika und Zitronen-Olivenöl-Dressing ist also nicht nur bunt, sondern gut kombiniert.
Für Sportler kommt ein weiterer Aspekt hinzu. Nitratreiches Gemüse. Rucola, Spinat, Rote Bete und andere Blattgemüse können zur Nitratzufuhr beitragen. Nitrat wird im Körper über Nitrit zu Stickstoffmonoxid umgewandelt, das unter anderem an der Gefäßfunktion und Sauerstoffnutzung beteiligt ist. Ein Salat ersetzt kein gezieltes Wettkampfprotokoll, kann aber regelmäßig zur Aufnahme solcher Verbindungen beitragen.
Die Kombination mehrerer Salatsorten und Zutaten steigert also nicht nur den Genuss. Sie erweitert das Spektrum an Mikronährstoffen, Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und möglichen Bioverfügbarkeitsvorteilen. Der bunte Salat ist kein magisches Leistungsfood, aber ein sehr gutes Werkzeug für Sportler, um Regeneration, Nährstoffdichte und Ernährungsqualität im Alltag zu verbessern. Entscheidend ist nicht die einzelne „Superzutat“, sondern die kluge Mischung.

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Belastung bedeutet nicht automatisch Verschleiß https://www.goldfield.com/blog/belastung-bedeutet-nicht-automatisch-verschleiss/ Fri, 08 May 2026 10:27:20 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1398 Viele Menschen stellen sich Gelenke wie mechanische Scharniere vor. Je mehr Druck, desto schneller der Verschleiß. Im Sport ist die …

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Viele Menschen stellen sich Gelenke wie mechanische Scharniere vor. Je mehr Druck, desto schneller der Verschleiß. Im Sport ist die Realität differenzierter. Tatsächlich wirken bei jeder Bewegung Kräfte auf die beteiligten Gelenke ein, und diese Kräfte steigen, wenn Tempo, Trainingsgewicht, Sprunghöhe oder Ermüdung zunehmen. Wer eine Kniebeuge macht, läuft, springt oder einen Kasten Wasser trägt, belastet Knie, Hüfte, Sprunggelenke und Wirbelsäule. Das ist aber nicht automatisch schädlich. Gelenke sind keine passiven Bauteile, die nur „abgenutzt“ werden, sondern lebendige Strukturen. Knorpel, Sehnen, Bänder, Knochen und Muskulatur reagieren auf angemessene Belastung mit Anpassung.

Kurzfristig belastend, langfristig stabilisierend

Mit steigender muskulärer Belastung kann auch die Gelenkbelastung steigen, vor allem wenn hohe Gewichte, ungünstige Technik, abrupte Richtungswechsel oder Sprünge dazukommen. Gleichzeitig ist eine gut entwickelte Muskulatur einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die Gelenke. Muskeln stabilisieren Bewegungen, bremsen Kräfte ab, verbessern die Gelenkführung und entlasten passive Strukturen wie Bänder und Knorpel. Das scheinbare Paradox lautet also, dass das Training die Gelenke kurzfristig belastet, sie langfristig aber widerstandsfähiger machen kann. Entscheidend ist nicht die Frage, ob Belastung entsteht, sondern ob sie dosiert, kontrolliert und an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst ist.
Gerade bei Arthrose oder altersbedingten Beschwerden ist Schonung selten die beste Lösung. Untersuchungen beschreiben regelmäßige Bewegung und Krafttraining als sichere und wirksame Maßnahmen, um Schmerzen zu reduzieren, die Funktion zu erhalten und die Alltagsbeweglichkeit zu verbessern, sofern Intensität und Übungsauswahl passend gewählt werden. 

Entscheidend ist die Intensität, nicht das Alter

Für den Einzelnen bedeutet dies. Dass der Körper regelmäßige überschwellige Reize braucht, aber keine Überforderung. Besonders ältere Menschen profitieren von Krafttraining, weil Muskelmasse, Reaktionsfähigkeit, Knochendichte und Gleichgewicht mit den Jahren nachlassen. Wer diese Entwicklung einfach hinnimmt, erhöht das Risiko für Unsicherheit, Stürze, Schmerzen und den Verlust von Selbstständigkeit. Wer dagegen regelmäßig trainiert, verbessert nicht nur seine Kraft, sondern auch die Fähigkeit, die Gelenke im Alltag zu kontrollieren. Treppensteigen, Aufstehen vom Stuhl, Einkaufen, Gartenarbeit oder längeres Gehen werden dadurch leichter und sicherer.
Der größte Fehler liegt oft in den Extremen. Wer aus Angst vor Gelenkschäden gar nichts macht, verliert Muskulatur und damit Schutz. Wer dagegen zu schnell zu viel will, überfordert Sehnen, Knorpel und Bindegewebe, die sich langsamer anpassen als die Muskulatur. Der sichere Weg liegt dazwischen. Es kommt darauf an, regelmäßig zu trainieren, langsam zu steigern, eine saubere Technik zu lernen, auf ausreichend Erholung zu achten und Warnsignale ernst zu nehmen. Besonders wirksam ist progressives Krafttraining, also eine Belastung, die mit der Zeit behutsam erhöht wird.

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Die Rotatorenmanschette ist klein, aber bedeutend https://www.goldfield.com/blog/die-rotatorenmanschette-ist-klein-aber-bedeutend/ Sun, 03 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1394 Die Rotatorenmanschette ist eine Muskel-Sehnen-Gruppe, die den Oberarmkopf im Schultergelenk führt und stabilisiert. Zu ihr gehören Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor …

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Die Rotatorenmanschette ist eine Muskel-Sehnen-Gruppe, die den Oberarmkopf im Schultergelenk führt und stabilisiert. Zu ihr gehören Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularis. Ihre wichtigste Aufgabe besteht nicht darin, maximale Kraft zu erzeugen, sondern den Oberarmkopf bei Bewegungen kontrolliert in der Gelenkpfanne zu halten. Gerade im Sport ist diese Funktion entscheidend, weil die Schulter zwar sehr beweglich, dadurch aber auch besonders auf muskuläre Führung angewiesen ist. 

Die Rotatorenmanschette wird auch im Sport belastet 

Besonders stark beansprucht wird die Rotatorenmanschette bei Sportarten mit Würfen, Schlägen, Druckbewegungen oder häufigen Überkopfpositionen. Dazu zählen unter anderem Tennis, Handball, Volleyball, Schwimmen, Krafttraining, CrossFit und Kampfsport. Bei schnellen Wurf- oder Schlagbewegungen muss die Muskulatur den Arm nicht nur beschleunigen, sondern vor allem kontrolliert abbremsen. Wiederholte hohe Belastungen können Sehnen reizen, die Belastbarkeit übersteigen oder bestehende Schwächen sichtbar machen. Verletzungen der Rotatorenmanschette entstehen deshalb entweder durch akute Ereignisse wie Stürze und ruckartige Belastungen oder durch wiederholte Überlastung über längere Zeit. 
Typische Beschwerden sind Schmerzen beim Heben des Arms, Kraftverlust, schmerzhafte Bewegungen über Schulterhöhe, Nachtschmerz beim Liegen auf der betroffenen Seite und ein Unsicherheitsgefühl in der Schulter. Allerdings bedeutet nicht jeder Schulterschmerz automatisch einen Riss. Häufig handelt es sich um eine Tendinopathie, also eine belastungsabhängige Sehnenreizung oder Sehnenveränderung. Entscheidend ist, ob Schmerz, Kraftverlust und Funktionseinschränkung zunehmen oder trotz angepasster Belastung bestehen bleiben. Dann sollte die Schulter ärztlich oder physiotherapeutisch untersucht werden.

Training schützt, wenn es richtig dosiert ist

Eine belastbare Rotatorenmanschette entsteht nicht durch Schonung allein, sondern durch gezieltes, progressives Training. Aktuelle Leitlinien empfehlen bei Beschwerden der Rotatorenmanschette vor allem aktive Rehabilitation mit Widerstandstraining, motorischer Kontrolle und individuell angepasster Belastungssteuerung. Ergänzend spielen die Schulterblattmuskulatur, Beweglichkeit der Brustwirbelsäule und die gesamte Kraftübertragung über Rumpf und Hüfte eine Rolle, weil die Schulter im Sport selten isoliert arbeitet.
Für Sportler bedeutet dies, dass Außenrotation, Innenrotation, kontrolliertes Heben, Zugbewegungen, stabile Schulterblattführung und saubere Technik langfristig ins Training gehören. Entscheidend ist nicht eine einzelne „Wunderübung“, sondern die Kombination aus Kraft, Kontrolle, Beweglichkeit und ausreichender Regeneration. Schmerzen sollten dabei nicht ignoriert werden. Leichte, gut tolerierbare Belastung kann sinnvoll sein, stechender Schmerz, deutlicher Kraftverlust oder anhaltende Nachtschmerzen sind Warnzeichen. Wer die Rotatorenmanschette regelmäßig trainiert, verbessert nicht nur die Stabilität der Schulter, sondern reduziert auch das Risiko, dass Überkopfbewegungen, Drückübungen oder schnelle Sportbewegungen dauerhaft zum Problem werden.

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Einarmiges Rudern fordert den ganzen Rücken https://www.goldfield.com/blog/einarmiges-rudern-fordert-den-ganzen-ruecken/ Thu, 30 Apr 2026 13:00:10 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1391 Das einarmige Rudern gehört zu den Übungen, die im Studio selten spektakulär aussehen, aber biomechanisch sehr viel leisten. Es trainiert …

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Das einarmige Rudern gehört zu den Übungen, die im Studio selten spektakulär aussehen, aber biomechanisch sehr viel leisten. Es trainiert nicht nur den breiten Rückenmuskel, sondern auch Teile des oberen Rückens, die hintere Schulter, die Schulterblattkontrolle und die Rumpfstabilität. Genau deshalb ist die Übung so wertvoll. Der Körper muss nicht nur die Kurzhantel ziehen, sondern gleichzeitig verhindern, dass Schulter, Wirbelsäule und Becken aus der Position kippen. 

Das macht die Übung so effektiv 

Der große Vorteil des einarmigen Ruderns liegt in der Kombination aus Zugbewegung und Stabilisationsarbeit. Anders als bei vielen Maschinenübungen arbeitet jede Körperseite einzeln. Dadurch lassen sich Kraftunterschiede zwischen rechts und links besser erkennen und ausgleichen. Gleichzeitig muss die nicht trainierende Seite stützen, während die arbeitende Seite kontrolliert zieht. Das macht die Übung besonders interessant für Sportler, die ihren Rücken kräftigen, ihre Haltung verbessern oder Schulterblattbewegungen bewusster kontrollieren wollen.
Die Bewegung ist dann besonders wirksam, wenn der Oberkörper in der Ausgangsposition stabil und annähernd waagerecht bleibt. Der Arm hängt unter der Schulter, das Schulterblatt darf sich am unteren Punkt kontrolliert nach vorne bewegen und wird beim Ziehen aktiv nach hinten und unten geführt. Dadurch entsteht nicht nur eine Armbewegung, sondern eine saubere Rückenzugbewegung. 

Auf Drehung des Oberkörpers verzichten

Ein typischer Fehler entsteht, wenn die trainierte Seite beim Ziehen nach oben rotiert. Statt den Oberkörper stabil zu halten, dreht sich der Brustkorb auf, die Schulter hebt sich, und das Gewicht wird teilweise durch Schwung, Rumpfrotation und Ausweichbewegung bewegt. Von außen sieht das oft nach mehr Bewegungsumfang oder mehr Kraft aus, tatsächlich verliert die Übung dadurch an Präzision. Der Rückenmuskel arbeitet zwar weiterhin, aber die Belastung verteilt sich stärker auf Rotation, Schwung und passive Strukturen. Die Zielbewegung wird unsauberer, und die Schulterblattkontrolle geht häufig verloren.
Das Problem ist nicht, dass Rotation grundsätzlich schlecht wäre. Es gibt gezielte Rudervarianten mit Rotation, die im Sporttraining sinnvoll sein können. Beim klassischen einarmigen Rudern ist sie aber meist nicht das Ziel. Wer die trainierte Seite bei jeder Wiederholung hochzieht, weicht oft einem zu schweren Gewicht, mangelnder Rumpfspannung oder fehlender Beweglichkeit in Hüfte und Brustwirbelsäule aus. Die Übung wird dann weniger zu einem kontrollierten Rückentraining und mehr zu einem Ganzkörperzug mit unklarer Belastungsverteilung.
Besonders profitieren können Einsteiger, weil sie mit dieser Übung lernen, Rücken, Schulterblatt und Arm koordiniert einzusetzen. Fortgeschrittene profitieren, weil sie hohe Lasten einseitig bewegen und Kraftunterschiede gezielt bearbeiten können. Auch für Menschen mit viel sitzender Tätigkeit ist die Übung interessant, weil sie die rückwärtige Muskelkette des Oberkörpers stärkt und der häufig nach vorne orientierten Alltagshaltung etwas entgegensetzt. Bei bestehenden Schulter- oder Rückenbeschwerden sollte die Übung jedoch angepasst und fachlich kontrolliert werden, denn eine stabile Wirbelsäulenposition und saubere Schulterblattführung sind entscheidend.
Der Nachteil des einarmigen Ruderns liegt weniger in der Übung selbst als in ihrer scheinbaren Einfachheit. Weil sie unkompliziert aussieht, wird sie oft zu schwer, zu schnell und mit zu viel Körperbewegung ausgeführt.

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Reis, Pasta oder Kartoffeln? https://www.goldfield.com/blog/reis-pasta-oder-kartoffeln/ Sun, 26 Apr 2026 12:14:49 +0000 https://www.goldfield.com/blog/?p=1387 Ernährung im Sport ist wichtig. Aber sie ist deutlich weniger dogmatisch, als viele Fitnesssportler glauben. Wer sich internationale Wettkämpfe anschaut, …

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Ernährung im Sport ist wichtig. Aber sie ist deutlich weniger dogmatisch, als viele Fitnesssportler glauben. Wer sich internationale Wettkämpfe anschaut, sieht Athleten aus allen Kontinenten auf höchstem Niveau. Sie sind mit sehr unterschiedlichen Lieblingsgerichten groß geworden, Reis, Bohnen, Maisbrei, Fisch, Nudeln, Brot, Kartoffeln, Linsen, Fleisch, Joghurt, scharfe Eintöpfe oder fermentierte Lebensmittel. Trotzdem kommen Olympiasieger und Weltmeister aus aller Herren Länder. Das zeigt, dass nicht ein bestimmtes Gericht über die Leistung entscheidet, sondern ob die Ernährung insgesamt zu Energiebedarf, Trainingsbelastung, Regeneration, Verdauung, Körperziel und Alltag passt.

Entscheidend ist nicht die Regionalküche, sondern die Funktion

Aus sporternährungswissenschaftlicher Sicht sind vor allem einige Grundprinzipien relevant. Dazu gehören ausreichend Energie, genug Kohlenhydrate für intensive Belastungen, ausreichend Protein für Muskelaufbau und Reparaturprozesse, genügend Flüssigkeit und Elektrolyte sowie eine verlässliche Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Fettsäuren. Leistung und Erholung müssen durch eine gut geplante Ernährungsstrategien unterstützt werden, wobei Bedarf und Timing je nach Sportart, Trainingsphase und Ziel variieren. 
Das bedeutet aber nicht, dass alle Sportler dieselben Lebensmittel essen müssen. Kohlenhydrate können aus Reis, Kartoffeln, Brot, Pasta, Hafer, Mais, Couscous, Maniok, Obst oder Hülsenfrüchten kommen. Protein kann aus Eiern, Milchprodukten, Fisch, Fleisch, Soja, Linsen, Bohnen, Erbsenprotein oder anderen Quellen stammen. Entscheidend ist nicht, ob ein Gericht nach „Fitness“ aussieht, sondern ob es die Aufgabe erfüllt. Ein Teller Reis mit Fisch und Gemüse kann sportlich genauso sinnvoll sein wie Kartoffeln mit Quark, Pasta mit Tomatensauce und Parmesan oder Bohnen mit Mais und Avocado.
Kulturelle Vorlieben sind deshalb kein Hindernis, sondern oft ein Vorteil. Wer mit bestimmten Lebensmitteln vertraut ist, verträgt sie meist besser, kann sie leichter zubereiten und hält eine passende Ernährung langfristig eher durch. Gerade im Leistungssport ist Verträglichkeit entscheidend. Ein theoretisch perfekter Speiseplan bringt wenig, wenn er im Alltag Stress erzeugt, bei Wettkämpfen Magenprobleme macht oder sozial kaum durchzuhalten ist. 

Warum starre Pläne manchmal trotzdem sinnvoll sein können

Feste Ernährungsstrategien haben dennoch ihren Platz. Sie helfen besonders dann, wenn ein konkretes Ziel verfolgt wird, z. B. Muskelaufbau, Gewichtsmanagement, Wettkampfvorbereitung, kontrollierte Energiezufuhr, bessere Regeneration oder die Vermeidung von Magen-Darm-Problemen bei Ausdauerbelastungen. Wer sehr viel trainiert, in einer Gewichtsklasse startet, mehrere Einheiten pro Tag absolviert oder Probleme hat, genug zu essen, profitiert oft von Struktur. Auch bei Athleten mit niedriger Energieverfügbarkeit kann Planung wichtig sein, weil dauerhaft zu wenig Energie gesundheitliche und leistungsbezogene Folgen haben kann. 
Problematisch wird es, wenn aus Struktur Starrheit wird. Viele Fitnesssportler behandeln ihren Speiseplan, als wäre jedes ungeplante Familienessen ein Rückschritt. Das ist sachlich kaum haltbar. Ein einzelnes anderes Gericht macht weder Muskelaufbau zunichte noch zerstört es die Ausdauerleistung. Entscheidend ist die wiederholte Bilanz über Tage und Wochen. Wer regelmäßig genug Energie, Protein, Kohlenhydrate, Mikronährstoffe und Flüssigkeit bekommt, verliert seine Fortschritte nicht, weil er bei einer Feier Pasta, Arancini, Curry, Kuchen oder Omas Eintopf isst.
Der Nachteil zu starrer Ernährung liegt nicht nur im sozialen Stress. Sie kann auch zu unnötiger Angst vor Lebensmitteln führen, die Lebensqualität senken und im ungünstigen Fall ein ungesund kontrollierendes Essverhalten fördern. Zudem wird oft übersehen, dass viele traditionelle Küchen sportlich wertvolle Kombinationen enthalten. Dazu gehören Reis und Fisch, Bohnen und Mais, Linsen und Joghurt, Brot und Käse, Kartoffeln und Ei, Hafer und Milch oder Gemüse mit Olivenöl. Solche Mahlzeiten liefern Energie, Eiweiß, Ballaststoffe und Mikronährstoffe, ohne dass sie wie ein standardisierter Fitnessplan aussehen müssen.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht: „Ist dieses Gericht fitnessgerecht?“ Sondern: „Passt diese Ernährung zu meinem Training, meinem Energiebedarf, meiner Verdauung, meiner Regeneration und meinem Leben?“ Wer diese Frage klar beantwortet, kann mit sehr unterschiedlichen Küchen leistungsfähig sein. Sieger entstehen nicht, weil alle dasselbe essen. Sie entstehen, weil Training, Regeneration, Talent, Umfeld, mentale Stärke und Ernährung zusammenpassen.

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