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Wer neben intensiven Trainingseinheiten im Studio auch gerne mal die Laufschuhe überstreift, kann irgendwann mit einem Phänomen konfrontiert werden, dass bei einem reinen Muskeltraining eher selten auftritt. Vor allem die Wadenmuskeln, die rückseitig gelegenen Oberschenkelmuskeln (biceps femoris/Hamstrings) und die Achillessehne machen sich bei Überforderung gern unangenehm bemerkbar. Allerdings bahnen sich gravierende Verletzungen – einmal abgesehen von Unfällen – meist schon lange vorher an. Muskeln oder auch Sehnen reißen nicht einfach mal eben so. Mit einer intakten Sehne kann man einen Bogen so hart bespannen, dass man damit Pfeile mit unglaublicher Wucht hunderte von Metern auf die Reise schicken kann. Doch leider sind unsere Sehnen ab einem gewissen Alter nicht mehr so funktionsfähig wie wir uns das wünschen. Bis zum Alter von 30 Jahren hat die durchschnittliche Achillessehne schon so viele kleinere Verletzungen hinnehmen müssen, dass das Gewebe unter dem Mikroskop oft eine Vielzahl Narben erkennen lässt. Mit jeder Narbe wird die Sehne anfälliger. Irgendwann genügt ein minimaler Grund, und es kommt zum Riss.

Selbst wenn diesem keine spürbaren Entzündungen vorausgegangen sind, gibt es einige untrügliche Anzeichen dafür, dass die empfindlichste Stelle kurz vor dem Aufgeben steht. Wenn Ihr Eure einmal Unterschenkel locker hängen lasst und die Achillessehne abtastet, sollte diese frei beweglich sein und an keiner Stelle schmerzen. Wenn die Sehne wie der Ast eines Baumes zwischen Euren Fingern liegt, obwohl der Fuß frei in der Luft schwebt, ist allergrößte Vorsicht geboten. Falls die Sehne dazu noch empfindlich auf die Berührung reagiert, solltet Ihr zum Telefon greifen und einen Termin beim Orthopäden vereinbaren. Wer weiterlaufen möchten, sollte sich einen Mediziner suchen, der sich praktisch und theoretisch aufs Laufen versteht. Im Gegensatz zu seinen nicht laufenden Kollegen ist dem guten Mann nämlich völlig klar, dass Ihr den wohlgemeinten Rat, der Sehne einige Wochen Ruhe zu gönnen, nicht befolgen werdet. Kein Sportler hört auf seinen Arzt, darum wurde das Tapen erfunden. Unsportliche Menschen schonen ihre malträtierten Körperteile, Sportler tapen sie.

Langfristig reicht das natürlich nicht. Wer schon einmal Probleme mit dieser Sehne hatte, weiß ein Liedchen davon zu singen. Oft steht einem ein Ärztemarathon bevor, der einen durch verschiedene Praxen unterschiedlichster Fachrichtungen treibt. Jeder Experte hat seine eigenen Vorstellungen davon, was die Sehne zu ihrer Genesung braucht. Von Kälteanwendungen, Reizstrom bis hin zu Ultraschallanwendungen und Salbenverbänden reicht die Behandlungspalette. Irgendwann hat man den Punkt erreicht, wo man glaubt, das wird nie wieder etwas. Frustriert tauscht man das Laufen für eine Weile gegen das Radfahren ein und stellt plötzlich erstaunt fest: Die Achillessehne hat endlich Ruhe gegeben. Und das ist kein Wunder, denn die Sehne braucht vor allem zwei Dinge zu ihrer Regeneration. Sie muss erstens entlastet werden und das kann sie zweitens nur durch eine voll funktionsfähige Wadenmuskulatur. Ideale Übungen für die wichtigsten Wadenmuskeln, den an der Seite liegenden Soleus und den Gastrocnemius, der der Rück- und Innenseite der Unterschenkel das knollenförmige Aussehen verleiht, sind Radfahren in einem hohen Gang und konzentriertes Wadenwippen im Stehen.

Manchmal hilft allerdings auch das nicht mehr. Je älter die Betroffenen sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Sehne schon so verkalkt und vernarbt ist, dass es schließlich zum gefürchteten Riss kommt. Die Verletzung stoppt die Betroffenen mitten in der Bewegung wie ein „Kolbenfresser“. Wenn man den lauten Knall hört, ist es schon zu spät. Die Wadenmuskulatur krampft sich in Richtung Kniekehle zusammen, und es folgen mehrere Monate Laufpause. Einen wirklichen Schutz davor gibt es nicht. Regelmäßiges langes Laufen mag die Sehne überhaupt nicht. Laufen auf hartem Untergrund, z. B. Asphalt, noch viel weniger. Doch es sind nicht nur schwere Muskel- und Sehnenverletzungen, deren Behandlung in die Hand eines Arztes gehört.