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Das menschliche Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Körper, besteht aus bis zu 100 Billionen Bakterien, Viren und Pilzen. Die meisten davon befinden sich im Darm. Diese winzigen Mitbewohner spielen nicht nur eine zentrale Rolle für die Verdauung, sondern wirken sich direkt auf zahlreiche physiologische Prozesse aus, die im Sport von Bedeutung sind. Inzwischen gilt als gesichert, dass das Mikrobiom ein aktiver Mitgestalter unserer Leistungsfähigkeit ist. Es beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Hormonproduktion, Entzündungsprozesse und sogar die neuronale Kommunikation zwischen Darm und Gehirn, die sogenannte Darm-Hirn-Achse.

Leistungsbooster auf Mikrobenbasis

Ein gesundes und vielfältiges Mikrobiom trägt dazu bei, Nährstoffe besser aufzuschließen und Energie effizienter bereitzustellen. Bestimmte Bakterienstämme verstoffwechseln Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat, das nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch die Energieversorgung der Darmschleimhaut unterstützt. Gleichzeitig stabilisiert ein intaktes Mikrobiom die Darmbarriere und schützt vor einem „Leaky Gut“ – einem Zustand, bei dem die Darmwand durchlässig wird und Entzündungsprozesse im gesamten Körper auslösen kann. Gerade für Sportlerinnen und Sportler ist das relevant, denn chronische Entzündungen beeinträchtigen nicht nur die Regeneration, sondern erhöhen auch das Verletzungsrisiko und die Infektanfälligkeit.
Bewegung beeinflusst die Zusammensetzung der Darmflora. Regelmäßige moderate Aktivität fördert die mikrobielle Vielfalt und die Ansiedlung gesundheitsfördernder Bakterien. Studien zeigen, dass Sportler oft ein deutlich differenzierteres Mikrobiom aufweisen als inaktive Personen. Allerdings nur, solange auch Ernährung, Schlaf und Stresslevel im Gleichgewicht sind. Übertraining, restriktive Diäten oder psychischer Druck können das Mikrobiom destabilisieren, was sich wiederum negativ auf Leistungsbereitschaft und Motivation auswirken kann. Die sogenannte Darm-Hirn-Achse spielt dabei eine Schlüsselrolle. Mikrobielle Stoffwechselprodukte beeinflussen die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin, also genau jenen Botenstoffen, die unsere Stimmung und mentale Belastbarkeit steuern.
Angesichts dieser Zusammenhänge setzen immer mehr Trainer und Sportmediziner auf die gezielte Pflege des Mikrobioms, etwa durch fermentierte Lebensmittel, präbiotische Ballaststoffe oder personalisierte Mikrobiom-Analysen. Im Leistungssport ist dieser Ansatz längst angekommen. Wer seine Darmflora kennt und unterstützt, kann nicht nur gesundheitliche Risiken minimieren, sondern unter Umständen auch den entscheidenden Unterschied auf dem Weg zu Bestleistung schaffen.