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Pasta steht auch bei vielen sportliche Menschen regelmäßig auf den Speiseplan. Klassische Nudeln aus Hartweizengrieß liefern allerdings rund 350 Kilokalorien pro 100 Gramm im ungekochten Zustand. Wer eine deutlich kalorienärmere Alternative sucht, stößt deshalb schnell auf Shirataki-Nudeln. Die aus Asien stammenden Nudeln sehen gewöhnlicher Pasta ähnlich, unterscheiden sich bei den Inhaltsstoffen jedoch erheblich.
Shirataki-Nudeln werden hauptsächlich aus Wasser und Glucomannan hergestellt. Dabei handelt es sich um einen löslichen Ballaststoff, der aus der Knolle der Konjakpflanze gewonnen wird. Glucomannan kann große Mengen Wasser binden. Deshalb bestehen verzehrfertige Shirataki-Nudeln überwiegend aus Wasser und enthalten nur sehr geringe Mengen verwertbarer Kohlenhydrate und Energie. Abhängig vom Hersteller liegen die Werte häufig bei lediglich etwa fünf bis 15 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Ganz anders als klassische Nudeln

Der große Unterschied zu Pasta aus Hartweizengrieß liegt damit nicht nur bei den Kalorien. Herkömmliche Nudeln bestehen hauptsächlich aus Stärke und liefern entsprechend viele Kohlenhydrate. Gleichzeitig enthalten sie Eiweiß sowie je nach Nudelsorte weitere Nährstoffe. Shirataki-Nudeln bestehen dagegen größtenteils aus Wasser und Ballaststoffen und liefern nur geringe Mengen an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.
Auch geschmacklich unterscheiden sie sich von klassischer Pasta. Shirataki-Nudeln besitzen kaum Eigengeschmack und nehmen deshalb vor allem die Aromen von Soßen, Gewürzen und anderen Zutaten auf. Ihre Konsistenz ist meist etwas elastischer und bissfester als die von Weizennudeln. Wer das Konsistenz klassischer Spaghetti oder Tagliatelle erwartet, wird deshalb einen deutlichen Unterschied feststellen.
Die Nudeln werden häufig in einer Flüssigkeit verpackt verkauft, die unmittelbar nach dem Öffnen einen charakteristischen Geruch haben kann. Dieser stammt nicht von verdorbenen Nudeln. Üblicherweise werden Shirataki deshalb zunächst gründlich unter fließendem Wasser abgespült. Viele Produkte können anschließend direkt erwärmt oder kurz in einer Pfanne beziehungsweise in einer Soße erhitzt werden.

Kalorien sparen heißt nicht automatisch gleichwertig ersetzen

Durch ihren sehr niedrigen Energiegehalt können Shirataki-Nudeln klassische Pasta in Gerichten ersetzen, bei denen vor allem das Volumen und die Kombination mit einer Soße wichtig sind. Ernährungsphysiologisch handelt es sich allerdings nicht um einen gleichwertigen Austausch. Während normale Nudeln unter anderem Kohlenhydrate und Eiweiß liefern, tragen Shirataki-Nudeln nur wenig zur Energie- und Nährstoffversorgung einer Mahlzeit bei.
Entscheidend ist deshalb auch, womit sie kombiniert werden. Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Tofu oder andere eiweißreiche Lebensmittel sowie eine passende Soße bestimmen letztlich wesentlich stärker den Nährwert eines Shirataki-Gerichts als die Nudeln selbst.
Für Menschen, die bei bestimmten Gerichten die Kalorienmenge reduzieren möchten, sind Shirataki-Nudeln eine interessante Alternative. Ein vollständiger Ersatz für klassische Pasta sind sie jedoch weder geschmacklich noch hinsichtlich ihrer Nährstoffzusammensetzung. Vielmehr handelt es sich um ein eigenständiges Lebensmittel, dessen größte Besonderheit der extrem niedrige Energiegehalt ist.