Einwilligung zur Datenverarbeitung

Wir möchten Dienste von Drittanbietern nutzen, um den Shop und unsere Dienste zu verbessern und optimal zu gestalten (Komfortfunktionen, Shop-Optimierung). Weiter wollen wir unsere Produkte bewerben (Social Media / Marketing).
Dafür können Sie hier Ihre Einwilligung erteilen und jederzeit widerrufen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Details
 Alle Shop-Optimierungen erlauben
Um den Shop zu optimieren möchten wir Dienste nutzen die Daten erheben und aggregieren und uns diese als statistische Übersicht zur Verfügung stellen.
 Google Analytics
 Google Tag Manager
 Google Ads

Spargel galt schon bei unseren Großeltern als natürliches Mittel zur Entwässerung. Doch kann ein gewöhnliches Gemüse tatsächlich dabei helfen, vor einem Wettkampf kurzfristig Gewicht zu verlieren? Gerade für Boxer, Ringer, Judoka und andere Sportler, die eine festgelegte Gewichtsklasse einhalten müssen, klingt das doch ziemlich interessant. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen allerdings, dass zwischen einer möglichen harntreibenden Wirkung und einer verlässlichen Gewichtsreduktion erhebliche Unterschiede bestehen.
Wer schon einmal Spargel gegessen hat, kennt möglicherweise das Gefühl, anschließend häufiger zur Toilette zu müssen. Tatsächlich werden dem Gemüse traditionell harntreibende Eigenschaften zugeschrieben. Spargel besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser und enthält unter anderem Kalium sowie verschiedene Pflanzenstoffe. Diese Zusammensetzung könnte den Ruf unterstützen.
Doch die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind weniger eindeutig, als häufig angenommen wird. Zwar beschreiben einige Studien mögliche harntreibende Wirkungen, belastbare klinische Untersuchungen am Menschen sind jedoch rar. Vor allem fehlen Studien, die zeigen, wie stark eine normale Spargelmahlzeit die Flüssigkeitsausscheidung tatsächlich erhöht und ob daraus eine messbare Gewichtsveränderung entsteht. 
Auch der bekannte intensive Geruch nach dem Spargelessen ist kein Beleg für eine verstärkte Entwässerung. Verantwortlich dafür sind schwefelhaltige Abbauprodukte der Asparagusinsäure. Dass diese Stoffe ausgeschieden werden, sagt nichts darüber aus, ob gleichzeitig mehr Flüssigkeit verloren geht. 

Darum achten Sportler auf jedes Gramm 

Im Boxen, Ringen, Judo und anderen Gewichtsklassensportarten kann bereits eine geringe Überschreitung des zulässigen Körpergewichts zum Problem werden. Deshalb versuchen manche Athleten, kurz vor dem offiziellen Wiegen noch Gewicht zu verlieren. Dieses sogenannte Gewichtmachen beruht häufig nicht auf einem tatsächlichen Abbau von Substanz, sondern auf einer vorübergehenden Veränderung des Wasserhaushalts.
Hier stellt sich die entscheidende Frage, ob Spargel einen nennenswerten Beitrag leisten könnte. Dafür gibt es bislang allerdings keine überzeugenden Belege. Eine normale Spargelmahlzeit lässt sich weder hinsichtlich ihrer möglichen harntreibenden Wirkung noch hinsichtlich eines daraus resultierenden Gewichtsverlusts zuverlässig kalkulieren. Spargel ist also keine empfehlenswerte Methode, um kurzfristig ein bestimmtes Gewichtsklassenlimit zu erreichen.

Starke Flüssigkeitsverluste sind schlecht für die Leistung

Selbst wenn sich durch eine erhöhte Flüssigkeitsausscheidung kurzfristig Gewicht einsparen lässt, kann dies im Wettkampf Nachteile haben. Eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung beeinträchtigt die Wärmeregulation und kann sich negativ auf Ausdauer, Kraft, Konzentration und Reaktionsfähigkeit auswirken. Bei stärkerer Dehydrierung steigen außerdem die gesundheitlichen Risiken, unter anderem für Kreislauf und Nieren.
Untersuchungen haben gezeigt, dass schnelle Gewichtsverluste im Kampfsport in zahlreichen Untersuchungen mit negativen Veränderungen der Leistungsfähigkeit oder körperlichen Belastungsreaktionen verbunden waren. Die Ergebnisse fallen zwar nicht in allen Studien gleich aus, sprechen aber gegen die Vorstellung, ein niedrigeres Gewicht auf der Waage sei automatisch ein sportlicher Vorteil. 
Spargel bleibt trotzdem ein wertvolles Lebensmittel für Sportler. Er liefert wenig Energie, enthält Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und lässt sich gut in eine ausgewogene Ernährung integrieren. Um das Gewichtsklassenlimit einzuhalten, sollte man allerdings besser auf langfristige Maßnahmen setzen.